Berufung 2.0

„Wozu hast du studiert?“
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„Jetzt ist es doch viel zu spät, um neu anzufangen!“
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„In deinem Alter nochmal Lehrling sein?“
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„Schuster bleib bei deinen Leisten!“
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Solche Sätze hören Erwachsene leider zur Genüge, wenn sie sich beruflich neu orientieren wollen. Wann ist es denn zu spät, eine Ausbildung zu beginnen? Nach dem 30. Geburtstag? Nach Absolvierung eines Studiums?

Auch Martin (36) musste gegen viele Vorurteile in seinem Umfeld ankämpfen: „Ich war immer schon handwerklich interessiert, hätte mir aber nie zugetraut, einen derartigen Beruf auszuüben. Also habe ich einen klassischen Akademikerweg eingeschlagen: Gymnasium, Studium im Bereich Kommunikation und danach einige Jahre im Beruf. Irgendwann aber kam das Gefühl: Mir fehlt etwas.“

Fakt ist: Für eine Lehre ist es nie zu spät!

Wie das konkret abläuft, hängt vom Vorwissen ab: Hat jemand schon Berufserfahrung in einem Bereich gesammelt (über 1,5 Jahre) oder schon mindestens die Hälfte der Lehrzeit absolviert, gibt es die Möglichkeit zur ausnahmsweisen Zulassung zur Lehrabschlussprüfung. Fehlendes Wissen kann über Vorbereitungslehrgänge bei diversen Bildungseinrichtungen angeeignet werden. Komplett neuer Beruf gefällig? Kein Problem! Auch hier besteht je nach Vorbildung die Möglichkeit einer verkürzten Lehrzeit.

Lehrlinge 18plus auf dem Vormarsch!

Im Jahr 2018 wurden über 7200 Lehrabschlussprüfungen im Rahmen einer außerordentlichen Zulassung auf dem zweiten Bildungsweg bestanden, dies sind ca. 18% aller erfolgreichen Lehrabschlussprüfungen in Österreich. Dieser Anteil hat sich im Lauf der letzten Jahre zwar erhöht, aber da geht noch mehr!

Wozu das Ganze?

 Vorteile für Unternehmen:

  • gute Allgemeinbildung
  • Lebens- und Berufserfahrung
  • persönliche Reife 
  • zielorientierte Vorstellungen der Auszubildenden sowie
  • teils attraktive Möglichkeiten, Förderungen zu erhalten

 

Vorteile für Auszubildende:

  • Anrechenbarkeit von Berufserfahrung oder bisheriger Bildung
  • Möglichkeit der Überzahlung
  • hoher Praxisanteil in der Ausbildung
  • gute Karrierechancen v.a. in Berufen mit Fachkräftemangel

„Das praktische, gestaltende Arbeiten mit den Händen, das sichtbare Ergebnis am Ende eines Arbeitstages und die Arbeit mit Lebensmitteln reizte mich plötzlich ungemein.“, erzählt Martin weiter. Er startete neu durch und begann eine Lehre zum Konditor – und hat es nicht bereut.

 Sag niemals nie :)

Über die Autorin

verena tanzer

Verena Tanzer ist Teil des Beraterteams, Psychologin und Mutter.

Ich bin eine leidenschaftliche Leseratte mit einem Faible für Krimis. Typisch für mich ist mein beinahe unstillbarer Wissensdurst und eine gehörige Portion Neugierde, mit der ich auf Menschen zu gehe. Gerne halte ich es mit Nelson Mandela, der einmal sagte: „Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.“

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